Der Mozart(k)ring Gelre-Niederrhein ist ein die Grenzen überbrückender Kreis von Musikfreunden mit einer besonderen Vorliebe für die Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Kring entstand 1989 im Zuge der Vorbereitungen für das Mozartjahr 1991, welches damals weltweit gefeiert wurde.
Das erste Konzert des Mozart(k)rings fand im September 1989 im Kasteel-Raadhuis von Wijchen statt mit dem Residentie Strijkkwartet unter der Leitung des Hornisten und Mozartspezialisten Herman Jeurissen.
Die Zahl der Mitglieder nahm stetig zu. 1996 wurde das 400. Mitglied begrüßt, das 500. meldete sich im Jahre 2000 an. Die Mehrheit der Mitglieder kommt aus den Niederlanden, die Anzahl der Deutschen bleibt verh&aum;ltnism&aum;ßig klein. In de letzten Jahren hat sich der Mitgliederbestand rund 350 eingependelt.
Einmal pro Jahr, meistens im M&aum;rz oder April, organisiert der Mozart(k)ring seine Allgemeine Jahresversammlung und umrahmt die mit Musik welche durch eigene Mitglieder ausgeführt wird. Diese Versammlungen werden wechselweise in den Niederlanden und in Deutschland durchgeführt.
Das Mozartjahr 1991 bildete den ersten Meilenstein in der Existenz des Mozart(k)rings. Am 6. Dezember jenen Jahres gedachte die gesamte Musikwelt den 200. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart. Höhepunkt für den Mozart(k)ring war das Konzert am 11. November mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter der Leitung von Ton Koopman. Es spielte in der St. Bartholomaeuskerk in Beek-Ubbergen Werke von Mozart und Haydn.
Ab dem Herbst 2005 (Auftakt zum Mozartjahr 2006 anl&aum;sslich seines 250. Geburtstags) empfangen die Mitglieder des Mozart(k)ring den ''Newsletter'' anstatt der vorherigen Zeitschrift.
Veranstaltungsorte
In den vergangenen 19 Jahren hat der Mozart(k)ring an den verschiedensten (historischen) Veranstaltungsorten Konzerte organisiert, die meisten davon auf niederl&aum;ndischem Boden, aber es wird auch jedes Jahr in Deutschland musiziert. Dort gibt es ausgezeichnete Einrichtungen für das Organisieren von Konzerten so wie u.a. das Museum Schloss Moyland, Museum Kurhaus Kleve, Kastell Goch, das Rathaus von Kalkar und das Bürgerhaus von Kranenburg.
Sehr schöne Konzertgelegenheiten in Gelderland (Gelre) sind u.a. die St. Bartholomaeuskirche in Beek-Ubbergen, Kasteel De Doornenburg, Schloss Doddendael in Ewijk, die Vredebergkirche und der Konzertsaal in Oosterbeek, die Lutherkirche in Arnheim und die ehemalige Aula der Radboud Universit&aum;t Nimwegen (das heutige Karel de Grote College).
Mit einem Rahmenprogramm werden Konzerte, wo möglich, kombiniert mit einem Schloss- oder Museumbesuch, einer kleinen Wanderung oder einem Ausstellungsbesuch. J&aum;hrlich steht auch der Vortrag über ein interessantes Musikthema auf dem Program. Nach einem Konzert treffen die Mitglieder sich regelm&aum;ßig zu einer gemeinsamen Mahlzeit.
Die Solisten und Ensembles
Der Mozart(k)ring hat stets junges Talent gesucht: Musiker die am Anfang ihrer Karriere stehen; aber er nutzt auch die Chance ab und zu ein renommiertes Ensemble zu programmieren. In der Kategorie junge heranwachsende Top-Musiker traten u.a. auf: Pianistin Marietta Petkova (1997), Sopran Francine van der Heijden (2001 und 2004), Klarinettist Lars Wouters van den Oudeweijer (2003), verschiedene Streichquartette die von der Niederl&aum;ndischen Strijkkwartet Academie (Rubens, Van Dingstee, Romeo, Jenufa, EnAccord) betreut werden, sowie die Fancy Fiddlers unter der Leitung von Coosje Wijzenbeek (2007).
In der Reihe schon etwas bew&aum;hrter Musiker waren es u.a. Herman Jeurissen, der im Jahr 2004 zurückkam mit einigen Schülern, das Klavierduo Leo van Doeselaar – Wyneke Jordans und die Flötistin Eleonore Pameijer. Außerdem spielten namhafte Ensembles wie Musica ad Rhenum und Musica Classica für den Mozart(k)ring. Sie boten den Besuchern die Gelegenheit von einem Repertoire zu genießen das sonst kaum möglich w&aum;re. Deutsche Musiker waren u.a. die Pianisten Gabriele Seidel (1998) und Seung-Yeun Huh (2001), die Bl&aum;serakademie aus Chemnitz (1999) und die in Deutschland wohnende Violinistin Odette Burger zusammen mit dem Pianisten Christian Köhn (1996).
Höhepunkte der vergangenen Jahre waren die Aufführung der Zauberflöte durch Schüler der Musikhochschulen von Arnheim und Zwolle (2002), der Gran Partita durch Bl&aum;ser der Messiaen Academie (2000), das Auftreten des belgischen Oxalys Ensembles (1997) und des Pianoduos Sebastian Oosthout – Kimberley Harrison (2002), das Konzert mit dem Henschel Quartett aus Deutschland (2004), das Récital des Fortepianisten Kristian Bezuidenhout (2007) sowie verschiedene Konzerte mit Pianist Sander Sittig und Violinistin Yvonne Smeulers.
Zusammenarbeit mit dem Groninger Mozart Ensemble ergab zwei schöne und gut besuchte Konzerte:
im Jahr 1998 bot das Ensemble die Aufführung von Mozarts Krönungsmesse in Oosterbeek und im Jahr 2000 kamen es nach Nimwegen mit der Thamos-Musik, wobei die Texte durch Henk van Ulsen vorgetragen wurden.
Das erste Lustrum (1994) wurde mit einem extra-Konzert durch das Brabants Kamerorkest unter der Leitung von Alexandru Lascae in der St. Bartholomaeuskirche von Beek-Ubbergen begangen; Sjef Douwes spielte das Klarinettenkonzert von Mozart.
Das Zweite Lustrum (1999) wurde in der Vredebergkirche von Oosterbeek mit dem Oratorium Die Schöpfung von Joseph Haydn gefeiert. Ausgeführt wurde es durch den Koor Musica Vocalis aus Wageningen und das Parnassus Ensemble unter der Leitung von Rob Vermeulen. Als zus&aum;tzliche Lustrumveranstaltung in jenem Jahr gab es eine Bootsfahrt über den Rhein nach Emmerich. Dort in der St. Martinskirche hielt Prof. Dr. Victor Westhoff eine Festrede, Quirine Melssen sorgte für den Gesang.
Im November 2000 wurde, zur Gelegenheit eines gut besuchten Konzerts in der Großen oder Eusebiuskirche in Arnheim, der bekannte Musiker, Organist und Cembalospieler Ton Koopman als Schirmherr des Mozart(k)rings vorgestellt. Er gab eine Konzert gemeinsam mit seiner Gattin Tini Mathot.
Das dritte Lustrum (2004) bekam extra Glanz mit der Ausführung de Requiems von Mozart in Oosterbeek durch den Projectkoor Gelderland, einigen namhaften Solisten und das Symfonie Orkest Nijmegen unter der Leitung von Arjan Tien. Die Interpretation der Version des englischen Komponisten-Musikologen Duncan Druce bedeutete eine niederl&aum;ndische Premiere.
Der Vorstand
Seit der Gründung des Mozart(k)rings bemüht sich der Vorstand, in wechselnder Zusammenstellung, aber unter nimmer nachlassender, begeisternder Leitung von Ton Gijsbers das ''Musikklima'' der Region zu bereichern mit dem Werben für Musikausführungen mit Werken von Mozart und seinen Zeitgenossen durch (vorzugsweise) junge, heranwachsende Musiker und Ensembles. Daß dieses gelungen ist macht die Anzahl von mehr als 20.000 Konzertbesuchern seit der Gründung des Mozart(k)ring deutlich.
Der Mozart(k)ring Gelre-Niedrrhein ist Mitglied der Internationalen Stiftung Mozarteum (ISM) Salzburg.